Johanniter in Detmold erweitern ihr soziales Angebot
Detmold. Das Ambulant Betreute Wohnen in Detmold und im Kreis Lippe wird sehr gut angenommen. Nun ziehen die Johanniter in größere Räumlichkeiten an der Bismarckstraße. Renate Berkenkamp, Bereichsleitung Ambulant Betreutes Wohnen, eröffnete am Freitag feierlich die neue Dienststelle mitten in Detmold.
Bereits seit 1996 betreiben die Johanniter das „Ambulant Betreute Wohnen“ im benachbarten Regionalverband Ostwestfalen – mit Hauptsitz in Bielefeld sowie mit Geschäftsstellen in Gütersloh, Versmold und Paderborn. Insgesamt betreuen die Johanniter ca. 360 Menschen in ihren eigenen Wohnungen.
 
Renate Berkenkamp: „In dem sozialen Bereich werden  Menschen mit Abhängigkeitserkrankungen, psychischen Behinderungen, geistigen Behinderungen und Mehrfachbehinderungen unterstützt, um eine weitgehend eigenständige Lebensführung, soziale Eingliederung und Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft zu eröffnen, auszubauen und zu erhalten. Die konkreten Inhalte der Unterstützung werden zu Beginn der Zusammenarbeit gemeinsam vereinbart und bei Bedarf angepasst. In der Praxis finden Besuche in der häuslichen Umgebung statt oder Begleitung bei verschiedensten Außenkontakten. In der Regel erhalten die  Klienten zwischen 8 und 10 Stunden Betreuung.“
 
Die Klienten werden meist durch Fachkrankenhäuser, gesetzliche Betreuer, Bewährungshilfe, SPD, Drogenambulanz, Fachärzte sowie nahe Verwandte der Behinderten und Anfragen im Internet an die  Johanniter vermittelt. Die Kosten werden in der Regel von den überörtlichen bzw. örtlichen Sozialhilfeträgern getragen. Das Team unterstützt im Kreis Lippe bereits über 40 Klienten in den verschiedensten Lebenslagen.
 
Teamkoordinatorin Tatjana Schatalow führt dazu aus: „Schon seit 2007 bieten wir dank einer guten Kooperation mit den Kollegen aus Lippe das Ambulant Betreute Wohnen für Menschen mit Behinderungen nach den  §§ 53,54 SGB XII, Eingliederungshilfe an. Bisher stellte uns der hiesige Verband Lippe-Höxter ein Büro in seiner Dienststelle in der Wiesenstr. 5 in Detmold zur Verfügung, so dass wir langsam und kontinuierlich den Bereich aufbauen konnten.“
 
Aber schon seit vielen Monaten reichten die Räumlichkeiten für die wachsenden Anforderungen nicht mehr aus. Denn inzwischen ist die Zahl der MitarbeiterInnen auf acht MitarbeiterInnen  angewachsen. Anfang 2016 entschloss man sich, neue Räumlichkeiten zu suchen und wurde in der Bismarckstr. 10b fündig. Hier gibt es mehr Möglichkeiten u. a. die Freizeitangebote für Klienten, das gemeinsames Frühstück, Kochen, Backen, Basteln und die beliebten Klönnachmittage auszuweiten.
 
Ein besonderes Angebot wird für russischsprachige Migranten angeboten, die im Rahmen der Eingliederungshilfe betreut werden. Sie  werden von zwei Mitarbeiterinnen mit  russischen Sprachkenntnissen betreut.
Renate Berkenkamp beschreibt die Wünsche und Ziele für die Zukunft: „Besonders wichtig für die Zukunft ist uns  eine gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit und Kooperation mit den verschiedensten Organisationen wie dem Sozialamt, Gesundheitsamt, Fachärzten und Jugendamt sowie Fachkrankenhäusern, Tageskliniken, gesetzlichen Betreuern und Institutionen wie der Bewährungshilfe, Drogenberatung und Selbsthilfegruppen.  Wir freuen uns auf eine gute Kooperation und einen regen Austausch mit den anderen Anbietern vor Ort.“
 
BU: Daumen hoch für neue soziale Angebote und die neuen Räumlichkeiten – v.l. Gerald Donath (Vorstand des Johanniter-Regionalverbandes Ostwestfalen), Teamkoordinatorin Tatjana Schatalow, Renate Berkenkamp (Bereichsleitung Ambulant Betreutes Wohnen )und Matthias Schröder (Vorstand des Regionalverbandes Lippe-Höxter).

Der Augustdorfer ist...

regional

Wir sind regional. Wir leben hier. Die Einen mit Wurzeln, die Anderen aus anderen Gründen. Und wir leben gern hier! Daher möchten wir unseren Themen im Schwerpunkt den regionalen Bezug geben. So vielfältig, so bunt und so interessant wie unser gemeinsames Leben hier.

neugierig

War es nicht die unbeschwerte Neugier, die uns als Kinder so oft unbekannte Türen geöffnet hat? Die uns in bisher verschlossene Welten steigen ließ und uns zu dem gemacht hat, was wir heute sind? Die uns Freude, Angst, Mut und Demut gelehrt hat? Das Kribbeln vor dem Unbekannten, die Fantasien im Kopf... Das alles möchten wir in unseren, oft so vernünftigen und rationalen, Alltag hinüberretten. Wir möchten neugierig bleiben ohne aufdringlich zu sein. Wir möchten anstecken und auffordern diese Neugier mitzuleben. Gemeinsam in unserem Ort.

unabhängig

Das Team Der Augustdorfer! steht keiner politschen oder religiösen Überzeugung nahe. Und so soll unser Magazin offen für alle Strömungen mit freiheitlichen und demokratischen Grundidealen sein. Die Redaktion wird unabhängig arbeiten. Wir werden Platz einräumen für viele Gedanken. Wir werden Autoren mit verschiedenen politischen Einstellungen eine Plattform geben, ohne dass diese immer die Überzeugungen der Redaktion sein müssen. Aber genau so erreichen wir die Offenheit und Vielfalt, die wir bei uns schon im Alltag leben und lieben.