Mitteilungen aus Rat und Verwaltung 13. Juli 2018

Die weitere militärische Nutzung der Senne sei gut für den Bundeswehrstandort und für die Natur.
Bürgermeister Dr. Andreas J. Wulf freut sich darüber, dass die Senne auch über 2020 hinaus als Übungsplatz genutzt werden soll: „Das ist ein sehr erfreuliches Signal für die Zukunft des Bundeswehrstandortes Augustdorf“. Die Bundeswehr sei nicht nur für die Gemeinde, sondern für die gesamte Region von großer Bedeutung. Ein Nationalpark könne nicht annähernd die Zahl der Arbeitsplätze und die Wirtschaftskraft der Bundeswehr ersetzen.

Die Fortsetzung der militärischen Nutzung sei auch sehr gut für Erhaltung der Senne als historischer Heidelandschaft, ist. Dr. Wulf überzeugt: „Die Einwirkungen der militärischen Nutzung auf die Landschaft ähneln denen der Bewirtschaftungsmaßnahmen der früheren Heidebauern. Auch diese legten immer wieder Brände und schufen insbesondere durch den Plaggenhieb nackten Boden, der die Lebensgrundlage vieler seltener und gefährdeter Tier- und Pflanzenarten ist.“

Ein Nationalpark würde mit einem erheblichen Verlust an offener Landschaft einhergehen, befürchtet Augustdorfs Bürgermeister. So habe die damalige Vorsitzende des Fördervereins Nationalpark Senne-Egge schon im Jahr 2010 gegenüber dem WDR erklärt, dass in der Senne nur 21% der Fläche als Offenland erhalten werden müssten. Derzeit sind es ca. 50%. Etwa die Hälfte der für die Senne typischen Heide- und Grasbiotope könnte demnach verschwinden. Mit einem Nationalpark wäre die besondere Eigenart der Senne, „das, was wir an ihr schätzen“, gefährdet. „Wenn mehr als die Hälfte der offenen Landschaft der Verbuschung und Bewaldung überlassen würde, dann würden wir unsere Senne vor lauter Bäumen nicht mehr sehen“, so Dr. Wulf.

Die britischen Streitkräfte haben die Gemeinde Augustdorf am 13. Juli darüber informiert, dass sie den Truppenübungsplatz Senne und die Normandy Barracks in Paderborn über das Jahr 2020 hinaus für das NATO-Training nutzen wollen. Die Zusammenarbeit der britischen Streitkräfte mit der Bundeswehr soll ausgebaut werden.

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